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Bewahren

Bewahren, Entwickeln, Miteinander

Fünf Zeichen, dass eine Stadt jetzt mal genug vom Tourismus hat

Ich war in Prag. Und Amsterdam. Und Dubrovnik. Und vor meiner Berliner Haustür, und alles, was ich Euch mitgebracht habe, ist dieser lausige Post.

Es ist nämlich so: Entgegen aller politischen Tendenzen schotten sich die Nationen in Europa nicht verstärkt voneinander ab, sondern sie besuchen sich, permanent. In Berlin ist die Zahl der Touristen pro Jahr von 7 Millionen 2006 auf fast 13 Millionen gestiegen. In Amsterdam ging es von 11 Millionen im Jahr 2005 auf über 18 Millionen hoch, und in Prag waren zuletzt 7,6 Millionen Besucher. 2012 waren es noch 5,7.

Das hinterlässt Spuren, und nein, nicht nur auf dem Wohnungsmarkt, wo eh schon knappe Mietwohnungen zu AirBnB-Apartments werden. Es macht auch etwas mit den Stadtteilen, in denen sich die Touristen gegenseitig die Selfie-Sticks in die Rippen stoßen. In meiner messerscharf beobachtenden Art habe ich fünf untrügliche Anzeichen dafür zusammengetragen, dass eine Stadt in Sachen Tourismus über den Hai gesprungen ist, um ein Serienzeitalter-affines Bild zu nutzen. Folgende:

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Bewahren, Entwickeln

Gleise zu Parklandschaften

Kennste, kennste? Na klar kennste die New Yorker High Line. Denn der Park auf einer stillgelegten Hochbahntrasse im Westen Manhattans ist mittlerweile so bekannt, dass sich die Anwohner, für die Mitte der Nullerjahre das zusätzliche Grün vor der Tür angelegt wurde, dieses längst mit Touristenmassen teilen müssen.

Doch Überraschung! Die New Yorker waren gar nicht die ersten, die auf die Idee mit dem zweiten Leben von Bahngleisen als Park gekommen sind. Sie waren nur diejenigen, die das Ergebnis fast ein bisschen zu gut zu vermarkten wussten. Denn in Folge des großen Erfolges sind rund um die High Line die Mieten explodiert und die neuen Anwohner brauchen keinen Park vor der Tür. Für ihre Auszeiten nehmen sie den Privatjet auf die eigene Südseeinsel.

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Bewahren, Entwickeln

Unser Fluss soll sauberer werden

Mitten auf dem Neckar steht ein Skatepark. Skateboarder machen dort, was Skatboarder so machen müssen – gewagte Sprünge -, während die künstliche Insel unter ihren Rollen den Fluss vor Verschmutzung durch Kloake bewahrt.

Es klingt wahrlich nach einer abenteuerlichen Kombination, die im vergangenen Semester am Institut für Baukonstruktion der Universität Stuttgart erdacht wurde. Zwar handelt es sich bei dem studentischen Projekt nur um Entwürfe. Die Probleme, die damit angegangen werden sollen, sind jedoch real.

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