Fahren

Die schönsten Parkplätze Europas

Europäische Städte haben wirklich schöne Ufer-Promenaden.  Zumindest aus Sicht von Menschen, die diese gerne in einem Auto in Gesellschaft möglichst vieler weiterer Autos befahren.

Das an sich ist schon eine prima Sache. Doch nun folgt die Erkenntnis: Diese Autos kann man in europäischen Städten auf wunderbar abstellen! Beispiel gefällig? Voilà: Dubrovnik.

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Die Außenansicht der über 1.000 Jahre alten Stadtmauer wäre doch nur halb so schön, dürften in ihrem Schatten keine Autos parken.

Ähnliches dachte man sich auch in Wien, als es galt, den Platz vor der neuen Burg einer anderen Bestimmung als dem reinen Vorhandensein zuzuweisen.

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Der Blick in die andere Richtung, über den Heldenplatz zum Rathaus, wäre wahrlich unterspektakulär, ständen hier nicht diese wunderbaren Automobile. Zum Glück hatte zumindest zum Zeitpunkt meines Besuchs jemand dieses Parkverbotsschild durchgestrichen!

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Auch der Görlitzer Obermarkt gewinnt dank Autos deutlich. Man wird ganz wehmütig, muss man sich vorstellen, dass diese in der gerne mal als Filmkulisse für historische Schinken genutzten Stadt ab und an weichen müssen – pfui! Erst die Erfindung der Personenkraftwagens ließ diesen historischen Grundrissen doch ihre richtige Bestimmung zukommen.

goerlitz

Doch er sind nicht nur architektonische Ensemble aus längst vergangenen Jahrhunderten, denen das abgestellte Auto den letzten Schliff verleiht. Auch in Konstruktionen des 20. Jahrhunderts machen diese sich formidabel – kein Wunder, wusste man zum Zeitpunkt der Planungen doch schon von deren Vorhandensein und ihren ästhetischen Vorzügen.

Man stelle sich vor, in Warschau wäre zwischen Parkanlage und Kulturpalast kein Parkplatz angelegt worden. Schrecklich!

warschau

Und sogar Orte mit eher unschöner Geschichte weiß ein Parkplatz – oder in diesem Fall Platz für ein Oldtimer-Treffen – noch aufzuwerten und mit neuem Leben zu füllen. Hier als Beispiel das Zeppelinfeld in Nürnberg, wo einst die NSDAP ihre Reichsparteitage abhielt.

nuernberg

Woraus wir lernen: In der Innenstadt parkende Autos sind einfach immer eine große Freude. So schön.

Nur die Rostocker haben das nicht begriffen, die das Foto vom Parkplatz mit dem schönen Namen „Glatter Aal“ ganz oben beigesteuert haben. Dort wird jetzt ein Einkaufszentrum gebaut, mit dessen Optik nicht jeder zufrieden ist. Ein Haus, das eine Parkplatz ersetzt, hat es aber auch schwer, mit dessen Schönheit mitzuhalten.

Fotos: jw

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