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Berliner Verkehr: Autos sind nicht die Zukunft

In Berlin steht der Untergang des Abendlandes bevor, und das hat einmal nichts mit dem Flughafen, den Bürgerämtern oder dem Lageso zu tun – sondern mit dem Verkehrskonzept der sich gerade zusammensortierenden Rot-Rot-Grünen Koalition. Das meint zumindest Christine Richter von der Berliner Morgenpost.

In einem Kommentar hat sie am Wochenende ihrer Wut Ausdruck verliehen, dass die Politiker planen, den Boulevard Unter den Linden autofrei zu gestalten, viel Geld in Radwege sowie neue Tram-Strecken und Bus-Spuren zu stecken und die weitere Verlängerung der Autobahn A 100 über den Treptower Park hinaus zu begraben. Zudem erwägen sie, grüne Abbiegepfeile für Radfahrer einzuführen, sodass diese nicht mehr zwangsläufig vor roten Ampeln warten müssen, und das Areal innerhalb des S-Bahn-Rings zur Parkzone zu erklären. Für Autofahrer haben die Politiker hingegen nicht viel übrig, womit für Richter die Lage klar ist:

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Bike Bild: Das E-Bike unter den Porsches

„Diddie Schneider grinst kurz verschmitzt.“

Falls Sie dies nicht für den optimalen Einstiegssatz in einen Text halten, dann kaufen Sie sich bloß keine Bike Bild. Deren Autoren tragen nämlich im Sinne von Ökologie und Nachhaltigkeit bevorzugt alte Lokalzeitungs-Phrasen auf.

Wie bitte, Bike Bild? Ganz recht: Der Axel-Springer-Verlag hat nach Auto Bild, Sport Bild, Computer Bild, Test Bild, Bild Bild, Bild am Sonntag und Bild der Frau am heutigen Mittwoch eine Bike Bild an den Kiosk gebracht. Da der Titel sowohl „Die neue Rad-Lust“ als auch „Bessere(n) Sex durch Radfahren!“ verspricht, habe ich sie gleich gekauft. Und bis zum Schluss gelesen, obwohl schon auf Seite 10 eine Frau mit sehr kurzen Hosen und durchsichtigem Oberteil neben einem sehr angezogenen Herrn und auf Seite 11 ein Mountain-Bike zum Ausmalen abgebildet waren.

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Entwickeln, Fahren

Warum Londons Super-Fahrrad-Autobahnen bislang nicht so super sind

Radwege? Pfff! Andere Städte mögen sich mit so etwas zufrieden geben. Doch in London machen es die Radler nicht unter einem Cycling Superhighway. Als Metropole von Welt hat man schließlich einen Ruf zu verteidigen.

Vor über einem Jahr wurde an dieser Stelle schon einmal über das Londoner Großprojekt berichtet, das die Stadt mit bis zu zwölf Radel-Superautobahnen in Form von extra abgetrennten Fahrbahnen durchziehen soll.

Die gute Nachricht: Die ersten Strecken sind mittlerweile fertig, und bei Twitter stapeln sich Fotos wie dieses:

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Die schönsten Ufer-Promenaden Europas

Eines muss man europäischen Städten lassen: Ihre Flussufer wissen sie einfach zu nutzen.

Saarbrücken zum Beispiel. Da kann man sich ruhig mal ein ganzes Youtube-Video zu anschauen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie schön es am Ufer der Saar ist:

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Fahren

Gehen geht auch

Wer sich auskennt, für den stellt sich die Frage nicht: Zwischen Stadtmitte und Französische Straße noch umsteigen? Auf keinen Fall! Da ist man zu Fuß schneller am Ziel als am richtigen Bahnsteig. Zwischen Greifswalder Straße und Landsberger Allee ist diese Lösung hingegen nicht zu empfehlen. Sonst bräuchte man statt 2 gleich 30 Minuten.

Für alle, die noch nie in Berlin waren, kommt hier die Auflösung: Die Rede ist von S- und U-Bahnstationen. Wer sich mit Hilfe eines Bahnplans von A nach B bewegt, weiß zwar immer, wie er fahren muss. Entfernungen und die exakte Lage der Stationen in der Stadt lassen sich jedoch schwer abschätzen, da derartige Karten schematisiert werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, hält sich strikt an den Fahrplan, auch wenn der Wechsel auf den Gehweg Zeit sparen könnte.

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Fahren, Miteinander

Berlin macht Platz für Fußgänger

Am Wetter kann es schon mal nicht liegen. Schönste Herbstsonne bescheint die frisch aufgestellten Bänke auf dem Teil der Maaßenstraße, der bis vor kurzem noch den Autos vorbehalten war. Hier könnte man sich nun hinsetzen, die Kinder auf den Steinquadern und Plastetieren herumtollen lassen und sich von der Einkaufstour durch den Berliner Stadtteil Schöneberg erholen. Doch das macht niemand. Lediglich ein paar der neuen Fahrradständer sind im Einsatz. Auf dem Bürgersteig flanieren die Fußgänger, auf der verbliebenen Straßenspur passieren Autos und Radler. Nur in der frisch umgenutzten Fläche herrscht gähnende Leere.

Da scheint etwas gehörig schief zu laufen in der Begegnungszone Maaßenstraße – dem neusten Modellprojekt der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

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Warschaus Mini-Zebras

Ab wie vielen Streifen gilt es eigentlich als Zebra? Ich frage für die oben stehenden Exemplare; in freier Wildbahn in Warschau zu bewundern.

Wenn sich ein Radweg quer über den Bürgersteig zieht, kommen sich Fußgänger und Radler zwangsläufig in die Quere. In der polnischen Hauptstadt bemüht man sich, unbedachtes In-die-Speichen-Laufen mit Mini-Zebrastreifen vorzubeugen. Anzutreffen sind diese überall dort, wo regelmäßig Fußwege die Radspur kreuzen – vor Hauseingängen, Ampeln oder U-Bahn-Ausgängen.

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Entwickeln, Fahren

Warum nachts U-Bahn zu fahren die Wirtschaft fördert

Nachtbus. Das Wort klingt nach halbstündigen Wartezeiten bei 18 Grad minus. Nach dem ungewollten Nebeneinander von Menschen, die schon, und Menschen, die immer noch wach sind. Nach Übermüdeten, die an Scheiben schlafen, denn diese Reise dauert länger, als jede Reise dauern sollte.

Nur nach etwas klingt es nicht: nach Metropole, nach aufregendem Nachtleben und Moderne. In New York, Berlin und Sydney hat man das längst verstanden. Nun plant auch London, es diesen Städten gleichzutun und am Wochenende die Tube durchfahren zu lassen. Bislang macht diese zwischen 0.30 und 6 Uhr Pause. Am Freitag- und Samstagabend sollen nun bald auf fünf Linien im Zehnminutentakt die Züge rollen (um welche es sich handelt, steht im Night-Tube-Plan). Eine Ausweitung auf weitere Strecken und die London Overground ist denkbar.

Für Londons Nachtschwärmer ist das eine gute Nachricht. Wenn sie in Zukunft weit nach Mitternacht vor die Pubtür stolpern, werden sie weder Nachtbus noch Taxi noch Uber für die Fahrt nach Hause bemühen müssen. Doch es ist nicht etwa dieser Serviceaspekt, der die Verkehrsgesellschaft Transport for London (TFL) sich für die Night Tube entscheiden ließ. Vielmehr will sie die Wirtschaft stärken.

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