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Juliane

Entwickeln, Fahren

Warum Londons Super-Fahrrad-Autobahnen bislang nicht so super sind

Radwege? Pfff! Andere Städte mögen sich mit so etwas zufrieden geben. Doch in London machen es die Radler nicht unter einem Cycling Superhighway. Als Metropole von Welt hat man schließlich einen Ruf zu verteidigen.

Vor über einem Jahr wurde an dieser Stelle schon einmal über das Londoner Großprojekt berichtet, das die Stadt mit bis zu zwölf Radel-Superautobahnen in Form von extra abgetrennten Fahrbahnen durchziehen soll.

Die gute Nachricht: Die ersten Strecken sind mittlerweile fertig, und bei Twitter stapeln sich Fotos wie dieses:

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Fahren

Die schönsten Ufer-Promenaden Europas

Eines muss man europäischen Städten lassen: Ihre Flussufer wissen sie einfach zu nutzen.

Saarbrücken zum Beispiel. Da kann man sich ruhig mal ein ganzes Youtube-Video zu anschauen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie schön es am Ufer der Saar ist:

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Miteinander

Sie betreten nun ein Anwohnerschutzgebiet

Indem Touristen das finden, nach dem sie suchen, zerstören sie es. Diese einst von Hans Magnus Enzensberger in die Welt gesetzte Weisheit hat mit der Zeit dazu geführt, dass dem Massentourismus auf Südseeinseln und im Hochgebirge ein sanfter Tourismus zur Seite gestellt wurde. In Großstädten wurde das bislang nicht für nötig erachtet. Doch manche Berliner sehen da nun Nachholbedarf.

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Entwickeln

Warum München Parks auf Parkhäusern und Schlittenberge im Freibad braucht

Für die einen ist es eine günstige Alternative zum Fitnessstudio. Für die anderen die innovative Lösung für das Platzproblem einer Stadt, in der immer mehr Menschen wohnen wollen: Sport unter der Bahnunterführung (s. oben). Wetterfest. Öffentlich zugänglich. Und als Fläche bislang völlig unterschätzt.

Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Gruppe Architekten, die im Auftrag des Münchner Referats für Stadtplanung und Bauordnung untersucht hat, wo es in der Stadt noch freie Flächen zu erschließen gibt. Diese sollen einmal nicht für dringend benötigte neuen Wohnungen genutzt werden, sondern ausdrücklich nicht bebaut werden. „Freiraum 2030“ heißt das Projekt, dessen Ergebnisse als Studie vorliegen und noch bis März als Ausstellung in der Rathausgalerie am Marienplatz zu sehen sind.

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Fahren

Gehen geht auch

Wer sich auskennt, für den stellt sich die Frage nicht: Zwischen Stadtmitte und Französische Straße noch umsteigen? Auf keinen Fall! Da ist man zu Fuß schneller am Ziel als am richtigen Bahnsteig. Zwischen Greifswalder Straße und Landsberger Allee ist diese Lösung hingegen nicht zu empfehlen. Sonst bräuchte man statt 2 gleich 30 Minuten.

Für alle, die noch nie in Berlin waren, kommt hier die Auflösung: Die Rede ist von S- und U-Bahnstationen. Wer sich mit Hilfe eines Bahnplans von A nach B bewegt, weiß zwar immer, wie er fahren muss. Entfernungen und die exakte Lage der Stationen in der Stadt lassen sich jedoch schwer abschätzen, da derartige Karten schematisiert werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, hält sich strikt an den Fahrplan, auch wenn der Wechsel auf den Gehweg Zeit sparen könnte.

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Entwickeln, Wohnen

Zwischen Räumen

Um den Seitenstreifen einer Ausfallstraße als einen guten Ort für den Neubau von Wohnungen ins Auge zu fassen, müssen einem wirklich alle Alternativen ausgegangen sein.

„Erst hat man Industriebrachen umgenutzt. Dann kamen Kasernen, dann Baulücken. Aber irgendwann ist auch das erschöpft.“ erklärt Philipp Dechow. Der Architekt vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeitet an einem Forschungsprojekt, das dort nach freien Flächen sucht, wo die letzte Brache erschlossen scheint. Was dann noch bleibt, nennen die Experten „Urban Voids“. Sie sind die letzte Hoffnung für eine Stadt, deren Bevölkerung wächst, während sie sich selbst nicht weiter ins Umland ausdehnen soll.

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Fahren, Miteinander

Berlin macht Platz für Fußgänger

Am Wetter kann es schon mal nicht liegen. Schönste Herbstsonne bescheint die frisch aufgestellten Bänke auf dem Teil der Maaßenstraße, der bis vor kurzem noch den Autos vorbehalten war. Hier könnte man sich nun hinsetzen, die Kinder auf den Steinquadern und Plastetieren herumtollen lassen und sich von der Einkaufstour durch den Berliner Stadtteil Schöneberg erholen. Doch das macht niemand. Lediglich ein paar der neuen Fahrradständer sind im Einsatz. Auf dem Bürgersteig flanieren die Fußgänger, auf der verbliebenen Straßenspur passieren Autos und Radler. Nur in der frisch umgenutzten Fläche herrscht gähnende Leere.

Da scheint etwas gehörig schief zu laufen in der Begegnungszone Maaßenstraße – dem neusten Modellprojekt der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

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Entwickeln, Wohnen

Es ist noch Platz für neue Wohnungen da

Was tun, wenn immer mehr Menschen in Städte ziehen und die Mieten darüber ins Unendliche steigen? Neue Wohnungen bauen! Doch wo soll man die noch unterbringen, nachdem die letzte Baulücke geschlossen wurde und keine Fabrik mehr in Lofts umgewandelt werden kann?

Fünf findige Beispiele aus Berlin. 

 

(1) Supermarktdächer

Wo Menschen wohnen, darf das Essen nicht weit sein. Seit das Jagen und Sammeln in Städten eingestellt wurde, ist dafür ein Besuch im Supermarkt vonnöten. Leider hat es sich in der Vergangenheit durchgesetzt, dass diese als unschöne Einstockbunker daherkommen. An der Bornholmer Straße in Berlin Prenzlauer Berg fanden die Lokalpolitiker das eine Platzverschwendung und koppelten die Baugenehmigung für einen neu zu bauenden Lidl an die Auflage, dass auf dessen Dach Wohnraum entsteht. Das Ergebnis ist im Bild oben zu bewundern.

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